Retail IT


CIO Peter Hardebeck

Hamm Reno steuert IT fern

Jens Dose ist Redakteur des CIO Magazins. Neben den Kernthemen rund um CIOs und ihre Projekte beschäftigt er sich auch mit der Rolle des CISO und dessen Aufgabengebiet.
Der Schuhhändler Hamm Reno hat seine gesamte IT-Infrastruktur ausgelagert. Ein Leitstand aus Business und IT-Abteilung übernimmt die Steuerung.
Peter Hardebeck ist CIO der Hamm Reno Group.
Peter Hardebeck ist CIO der Hamm Reno Group.
Foto: Hamm Reno Group GmbH / Peter Hardebeck

Vor dem IT-Outsourcing im April 2019 waren die Systeme, das RechenzentrumRechenzentrum und die Softwareentwicklung der Hamm Reno Group (HR Group) in Eigenregie an einem Standort in Rheinland-Pfalz betrieben worden. "Ich kam mit dem Auftrag ins Unternehmen, die Auslagerung als CIO und Program Manager zu betreuen und die IT-Steuerung dichter an das Business am Hauptstandort in Osnabrück zu bringen," berichtet Peter HardebeckPeter Hardebeck, IT-Chef des Schuhhändlers. Die Wege zwischen Business und IT sollten kürzer, die Kommunikation besser werden. Profil von Peter Hardebeck im CIO-Netzwerk Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Der IT-Standort in Thaleischweiler-Fröschen ging inklusive Personal, Soft- und Hardware, an den IT-Dienstleister Nagarro (ehem. Allgeier SE) über. Das Team agiert nun als Generalunternehmer für die HR Group.

In Osnabrück baute Hardebeck eine neue Abteilung auf, die sich ganz auf Prozesse und ProjekteProjekte konzentriert. "Dort steuern wir den Dienstleister und starten gemeinsam mit dem Business Projekte, die das Unternehmen ganzheitlich weiterbringen," so der CIO. Alles zu Projekte auf CIO.de

Systematischer Change

Um die neue Organisationsstruktur im Unternehmen salonfähig zu machen, musste Hardebeck Überzeugungsarbeit leisten: "Wir veranstalteten viele Schulungen und erläuterten, wie und warum sich einige Dinge ändern." So führte er etwa ein Ticketsystem des Outsourcing-PartnersOutsourcing-Partners ein. Damit will er den Business-Kollegen deutlich machen, dass alle IT-Anfragen nun Aufwände verursachen, die den jeweiligen Kostenstellen des Unternehmens in Rechnung gestellt werden. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Früher schrieben die Mitarbeiter E-Mails oder riefen bei der IT an, wenn sie etwas brauchten. Jetzt gebe es einen standardisierten Prozess, um den Dienstleister zu steuern. Die Anfragen werden im System erfasst, bewertet, freigegeben und bearbeitet. Das schafft vor allem Transparenz. Hardebeck: "Durch das System wissen alle Beteiligten - die interne IT, der Business-Kunde und der Dienstleister - wie der Stand ist, was läuft und was schon erledigt wurde."

Konsolidierung und Hybrid-Cloud

Die IT-Auslagerung nutzte das Team um Hardebeck auch, um alte Zöpfe abzuschneiden. Die Systemlandschaft sollte konsolidiert, überarbeitet und entschlackt werden. "Wir konnten unsere SAP-Landschaft etwa von 40 auf 27 Systeme reduzieren," sagt der IT-Chef.

Zur Startseite