Strategien


Warenwirtschaftssystem bei Müller

Keine bösen Überraschungen mehr

Reppesgaard studierte in Hannover und arbeitete danach als Reporter und Moderator bei Hörfunk von Radio Bremen zu innen- und jugendpolitischen Themen und in den Bereichen Technologie und Wissenschaft. Seit dem Jahr 2000 lebt er in Hamburg, seit 2001 arbeitet er mit Christoph Lixenfeld im druckreif Redaktionsbüro zusammen.

Inzwischen wurde die neue Disposition in 185 Filialen implementiert. Grafische Benutzeroberflächen erlauben es den Einkäufern, Bestellvorschläge zunächst in Echtzeit zu simulieren und sowohl grafisch als auch tabellarisch die entsprechenden Auswirkungen zu kontrollieren. Mit diesen Daten organisiert die angegliederte Zentrallogistik den realen Warenfluss. Quasi per Knopfdruck kann das Lager erkennen, bei welcher Artikelzusammenstellung es sich besonders lohnt, die Lkws rollen zu lassen.

Durch die Prognose kann das Zentrallager bis zu einen Tag früher Lieferungen planen und zusammenstellen. Außerdem vergrößerte Müller durch frei gewordene Regalkapazitäten bei gleicher Verkaufsfläche das Warensortiment. Die konsumorientierte Lieferung schließt nach Angaben der Projektbeteiligten die Präsenzlücken drastisch und steigert so den Umsatz um bis zu zehn Prozent. Weitere fünf Prozent Umsatzsteigerung erzielt die Sortimentserweiterung, die durch freie Regalkapazitäten möglich wird. Die Einführungskosten haben sich deshalb nach nur drei Monaten amortisiert. Ende 2004 hatte Müller alle deutschen Filialen an die neue Disposition angeschlossen. 2005 will das Unternehmen die Lösung auch in den Häusern in Österreich, Slowenien, Kroatien und Mallorca implementieren.

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