Strategien


Konkurrenten Google, Apple und Skype

Telekom & Co. unter Druck

16.05.2012
Von Michael Kallus

Um gegenzuhalten, können sich die Telekommunikationsunternehmen einmal in ihrem angestammten Markt verbessern. Sie können beispielsweise verschiedene Dienste zu Pakete bündeln, die Preise nach Downloadgeschwindigkeiten differenzieren oder neue Webservices anbieten, wie etwa Telefonica, das einst den VoIP-Anbieter Jajah übernommen hat.

Aber nach Ansicht der Studienautoren sind es vor allem neue Märkte, in denen künftig die Musik spielen wird. Hier können Telcos versuchen, durch Schnittstellenlösungen mit anderen Branchen zusätzliche Umsätze zu generieren.

In angrenzende Märkte eindringen

Beispiele sind die Fernauslesung von Energiezählern (Smart Meter), das intelligente Zuhause ("Smart Home") oder persönliche Sicherheit durch Überwachungsservices über das Internet. Im optimistischen Fall können die Telcos 2015 in diesen Bereichen 1,7 Prozent ihres Umsatzes machen, so die Berater von Arthur D. Little.

In der Automotive-Branche lassen sich Services rund um "Connected CarConnected Car" oder für das Flottenmanagement platzieren. Diese Telematikdienste mit Flotten und Fracht können sogar bis zwei Prozent des Umsatzes betragen. Den möglichen Umsatz mit Diensten im Gesundheitswesen ("Mobile Health") und mit mobilem Bezahlen beziffert die Studie mit 1,4 Prozent. Und Cloud-Services versprechen ein Potenzial von zwei Prozent. Alles zu Connected Car auf CIO.de

Damit summieren sich die potenziellen Umsätze, die Telcos mit diesen sogenannten "vertikalen Lösungen" realisieren können, bis zum Jahr 2015 auf vier bis neun Prozent. Auch wenn das den drohenden Einbruch nicht vollständig kompensieren wird, bleibt den Telcos keine andere Wahl. Tatsächlich ist der Aufbruch in diese neuen Märkte bereits voll im Gang.

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