Kostenloses E-Book

Vor Burnout muss man sich selbst schützen

10.11.2021
Wer nicht ausbrennen will, muss selbst handeln. Vom Arbeitgeber ist wenig Hilfe zu erwarten. Das E-Book "Krank im Job: Burnout und die Folgen" gibt umfänglich Hilfestellung, Selbsttests und Checklisten.
  • Psychische Erkrankungen sind häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit.
  • Den meisten Stress versursacht mangelnde Wertschätzung.
  • Burnout ist nicht gleich Burnout. Die Symptome sind zwar oft gleich, geben aber noch keinen Hinweis auf die Ursachen.

Die meisten halten BurnoutBurnout für eine Modekrankheit der Postmoderne, an der der Quartalszahlenwahnsinn Schuld ist und der auch ansonsten wachsende Leistungsdruck des 21. Jahrhunderts. Alles zu Burnout auf CIO.de

Tatsächlich ist lediglich der Begriff neu, nicht aber die von ihm beschriebenen Phänomene. Die gab es schon vor mehr als 100 Jahren, und sie wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts ebenso intensiv diskutiert wie heute. Damals hieß das Ganze Neurasthenie, zu Deutsch Nervenschwäche, laut Wikipedia eine "Modekrankheit der gehobenen Gesellschaftsschicht."

Die Symptome waren dieselben wie beim Burnout: Erschöpfung, Müdigkeit, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, unerklärliche Traurigkeit. Es entstanden Spezialkliniken, die den Patienten 'Ruhekuren' verordneten.

Mehr Ruhe und Entspannung galten schon vor über 100 Jahren beste Kur gegen Gestresstsein.
Mehr Ruhe und Entspannung galten schon vor über 100 Jahren beste Kur gegen Gestresstsein.
Foto: Dragon Images - shutterstock.com

Auch damals wurde diskutiert, ob nicht das moderne Leben grundsätzlich viel zu stressig geworden ist, um noch für irgendwen erträglich sein.

Nachdem die Menschen durch zwei Weltkriege und diverse Wirtschaftskrisen ein paar Jahrzehnte lang andere Sorgen hatten, kehrte das Ganze 1974 zurück, diesmal unter dem Namen Burnout. Kreiert hatte ihn der der deutsch-amerikanische Psychologe und Psychoanalytiker Herbert Freudenberger.

Kostenloses E-Book der Hannoverschen Lebensversicherung

Seitdem hat sich die Krankheit zu einer regelrechten Epidemie ausgewachsen: Laut dem kostenlosen E-Book "Krank im Job: Burnout und die Folgen", herausgegeben von der Hannoverschen Lebensversicherung AG, fühlt sich heute circa jeder dritte Berufstätige in Deutschland stark erschöpft oder sogar ausgebrannt. Und "bis zu 13 Millionen Arbeitnehmer" seien nach Schätzungen von Gesundheitsexperten und Krankenkassen vom Burnout betroffen.

Eine weitere, Studie von Morgen & Morgen, einem Marktforschungs- und Analyseunternehmen für die Versicherungsbranche, stellte fest, dass 28,6 Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit auf psychische Erkrankungen wie Depression oder Burnout zurückzuführen sind.

Nicht als eigenständige Erkrankung anerkannt

Trotz dieser dramatischen Zahlen wird Burnout bis heute von den Kassen nicht als eigenständige Erkrankung anerkannt. Warum das so ist, auch damit beschäftigt sich das E-Book. Burnout bezeichnet weniger eine Krankheit als vielmehr eine Kombination unterschiedlicher Erschöpfungssymptome, das Gefühl, in mehrfacher Hinsicht völlig fertig zu sein.

Temporärer Stress ist noch kein Zeichen für Burnout, dauerhaftes Nichtabschaltenkönnen dagegen schon.
Temporärer Stress ist noch kein Zeichen für Burnout, dauerhaftes Nichtabschaltenkönnen dagegen schon.
Foto: Rido - shutterstock.com

Eine genaue Abgrenzung ist auch für Ärzte schwierig, nicht wenige von ihnen vertreten die These, Burnout sei lediglich eine andere Bezeichnung für Depressionen.

Für Betroffene geht es um drei Dinge

Aus Sicht der Betroffenen sind definitorische Fragen eher zweitrangig. Für sie geht es um drei Dinge: erstens zu erkennen, ob und wann ihnen eine solche Krise droht, zweitens zu lernen, wie man sie dann verhindert und drittens - wenn es für die Punkte eins und zwei schon zu spät ist - zu erfahren, wie sie aus dem Schlamassel wieder herauskommen.

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