Accenture: Skills ermitteln

5 Ratschläge für bessere Weiterbildung

Andrea König ist PR-Beraterin bei Mann beißt Hund - Agentur für Kommunikation GmbH und freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.

Als gelungenes Beispiel nennen die Accenture-Autoren die Academy Mobile-Plattform von Microsoft, auf der Mitarbeiter Audio- und Videodateien hochladen können. Das können zum Beispiel Videokonferenzen sein, die so auch für andere Mitarbeiter zugänglich gemacht werden. Das Material wird von den Mitarbeitern bewertet. Durch dieses Ranking können Angestellte einschätzen, wie lohnenswert es ist, sich einzelne Beiträge anzusehen. Neben dem Ranking ist bei einer solchen Plattform auch eine gute Suchfunktion von großer Bedeutung, damit Inhalte für die Mitarbeiter schnell und leicht zugänglich sind. Unternehmen müssen nicht zwingend viel Geld für eine Plattform ausgeben. Stattdessen lohnt es sich oft auch darüber nachzudenken, wie man bei den Nutzern bereits beliebte Plattformen wie zum Beispiel Youtube in den Lernprozess integrieren könnte.

5 Tipps zum Lernen im Unternehmen

Social Learning bedeutet nicht zwangsläufig, dass Arbeitgeber im Bereich Social Media aktiv sein müssen. Der Begriff kann auch dafür stehen, dass Mentorenprogramme und Coachings angeboten werden. Den Autoren des Accenture-Beitrags ist es wichtig, dass Unternehmen mit der Einführung von Social Media-Tools zum Lernen nicht alle Lernmaßnahmen über den Haufen werfen, die sie seit Jahren anwenden. Vielmehr sollte man auf einen Mix aus neuen Technologien und erprobten Maßnahmen setzen, der darauf achtet, dass die jeweiligen Tools am besten zur Situation und zum Mitarbeiter passen. Trotz all der technologischen Möglichkeiten werden 70 Prozent der betrieblichen Weiterbildungen nach wie vor im Seminarraum als Unterricht angeboten. Accenture wertet dies nicht ab, im Gegenteil: Bei vielen Themen wären die traditionellen Kanäle nach wie vor der beste Weg zur Wissensvermittlung. Ergänzende Social Media- und Collaboration-Angebote könnten ergänzend verhindern, dass man die Inhalte nach einem Kurs schnell wieder vergisst.

Damit das Lernen im Unternehmen gelingt, rät Accenture zu den folgenden Maßnahmen:

1. Fähigkeiten der Mitarbeiter dokumentieren. Nur 53 Prozent der Arbeitgeber dokumentieren, über welche Fähigkeiten ihre Mitarbeiter verfügen. Doch für den Unternehmenserfolg sollten Firmen dies tun und ausgehend von ihrer Unternehmensstrategie ableiten, welche Fähigkeiten benötigt werden. Dabei könnte man zum Beispiel ergänzen, wie bedeutend bestimmtes Know-how für die Umsatzsteigerung ist. Diese Liste nutzt man dann, um sie mit den Fähigkeiten der Mitarbeiter zu vergleichen, Lücken zu erkennen und Lernbedarf abzuleiten.

2. Expertise zeitnah vermitteln. Bei der erfolgreichen Wissensvermittlung spielt auch das Timing eine große Rolle. Unternehmen müssen wertvolle Inhalte nicht nur identifizieren, sondern auch den richtigen Kanal finden, um sie zügig denjenigen zu vermitteln, die von diesen Inhalten profitieren. Accenture berichtet, dass einige führende Unternehmen schon jetzt beobachten, wie ihre Top-Performer ihre Aufgaben erfolgreich erledigen und daraus Lerneinheiten ableiten.

3. Lernketten etablieren. Accenture empfiehlt, bei der Wissensvermittlung im Unternehmen nicht auf einen einzigen Kanal wie den Präsenzkurs oder das Online-Tool zu setzen, sondern eine Mischung anzubieten. So lassen sich Präsenzkurse, Online-Lerneinheiten oder Coachings miteinander verknüpfen, was den Lerneffekt steigert.

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