Strategien


CIO Martin Hölz

Frischer Wind für die EnBW-IT

Jens Dose ist Redakteur des CIO Magazins. Neben den Kernthemen rund um CIOs und ihre Projekte beschäftigt er sich auch mit der Rolle des CISO und dessen Aufgabengebiet.
CIO Martin Hölz will die IT der Energie Baden-Württemberg AG fit für die Zukunft machen. Um die Plattformstrategie umzusetzen und die Technik enger am Business auszurichten, schafft der Versorger mehr als 100 neue IT-Stellen.
Martin Hölz, CIO von EnBW: "Ich kann mir vorstellen, dass ein europäischer Ansatz die Cloud hierzulande stark voranbringen kann. Dazu muss aber alles in der eigenen Hand bleiben."
Martin Hölz, CIO von EnBW: "Ich kann mir vorstellen, dass ein europäischer Ansatz die Cloud hierzulande stark voranbringen kann. Dazu muss aber alles in der eigenen Hand bleiben."
Foto: EnBW

Martin HölzMartin Hölz hat eine klare Vorstellung von den Chancen des digitalen Wandels. "Bei allen Unternehmen, deren Geschäft hauptsächlich auf Assets beruht, ist eine wesentliche Stellschraube für Effektivität, den Digitalisierungsgrad zu erhöhen," sagt der CIO der Energie Baden-Württemberg AG (EnBWEnBW). Es gehe zwar auch darum, bestehende Prozesse zu optimieren und zu automa­ti­sieren. Die Königsdisziplin sei jedoch, physische Produkte zu digitalisieren und ergänzend neue Services anzubieten. Das gehöre zu den großen Aufgaben, die er bei dem Versorger erledigen will. Top-500-Firmenprofil für EnBW Profil von Martin Hölz im CIO-Netzwerk

Plattform ist Pflichtprogramm

Um die EnBW als Ganzes digitaler zu machen, gibt es einige große Umbauprojekte, die für Hölz zum Pflichtprogramm der IT zählen. In den Geschäftseinheiten, beispielsweise Erzeugung, Handel und Vertrieb, gehe es darum, neue Plattformen einzuführen.

Unter dem Namen "One Platform und Produktorientierung" will das Team um Hölz die IT-Landschaft weiter konsolidieren. Ziel ist eine einheitliche Basis, auf der die IT das Business besser unterstützen kann. Zudem will der CIO sicherstellen, dass "Non Functional Requirements" wie Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Wartungsfähigkeit und Skalierbarkeit übergreifend im gesamten Unternehmen erfüllt werden.

Hybride IT-Landschaft

Dabei setzt Hölz auf einen hybriden Ansatz. "Wir verfolgen zwar grundsätzlich eine Cloud-First-Strategie, aber da wir weiterhin kritische Infrastrukturen betreiben und anbieten, brauchen wir auch eigene Rechenzentren," so der IT-Leiter. Bei der Plattforminitiative arbeitet die EnBW mit mindestens zwei großen Cloud-Hyperscalern zusammen.

Hölz: "Dort, wo sich Teile der IT standardisieren lassen, tun wir das mit den 'Baukästen' der Cloud-Anbieter. Wettbewerbsdifferenzierende Aspekte in den Geschäftsbereichen entwickeln wir aber auch selbst." Zudem verfolgt der Manager einen Best-of-Breed-Ansatz in Verbindung mit loser Kopplung, um Abhängigkeiten von einem Anbieter zu vermeiden.

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