Finance IT


Folgen von Solvency II

In welche IT-Projekte Versicherungen investieren

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Anfang 2013 soll das Regelwerk Solvency II in Kraft treten. Versicherer wollen deshalb ins Risiko-Management investieren, wie eine Studie von Steria Mummert ergab.
Reporting/Meldewesen sowie Datenbereitstellung für das Risiko-Management-Modell zählen zu den wichtigsten Aufgaben bei Solvency II.
Reporting/Meldewesen sowie Datenbereitstellung für das Risiko-Management-Modell zählen zu den wichtigsten Aufgaben bei Solvency II.
Foto: Steria Mummert

Bis 2014 wollen 94 der deutschen Versicherungen in ihr Risiko-Management investieren. Damit ist dieses Thema wichtigstes Investitionsziel im Bereich der Prozess-Steuerung. Der Grund dafür: Das nahe Inkrafttreten von Solvency II. Das geht aus dem "Branchenkompass Versicherungen 2011" hervor, für den der Hamburger Berater Steria Mummert rund hundert Entscheider befragt hat.

Hinter dem Stichwort Solvency II verbirgt sich ein Projekt der EU-Kommission zur grundlegenden Reform des Versicherungsaufsichtsrechts. Dabei geht es insbesondere um Solvabilitätsvorschriften für die Eigenmittelausstattung von Versicherungsunternehmen. Mitte 2007 hat die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine Solvency-II-Rahmenrichtlinie vorgelegt. Nach diversen Verhandlungen soll Solvency II nach Erlass der entsprechenden Durchführungsbestimmungen im ersten Quartal 2013 national umgesetzt werden.

Weitere Investitionsziele für Versicherer sind Bestandsführungssystem (71 Prozent), wertorientierte Unternehmenssteuerung (57 Prozent) und Produktmanagement-System (54 Prozent). Unabhängig von Solvency II stand das Schlagwort Compliance noch einmal auf der Liste und kommt ebenfalls auf 54 Prozent der Nennungen.

Laut der Umfrage erhoffen sich die Entscheider in diesen Punkten Unterstützung durch die IT. Derzeit seien viele Versicherer noch dabei, die bestehenden Risiko-Managementsysteme zu prüfen. Insbesondere wollen sie Reporting und Meldewesen neu gestalten sowie die Datenbereitstellung für das Risiko-Management automatisieren.

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