Von Spam bis zum Datenleck

Maßnahmen für mehr E-Mail-Sicherheit

25.03.2011
Von Frank-Michael Schlede und Thomas Bär

Schutz vor Datenverlust: Backup und Restore

Welche Sicherungsstrategie für einen E-Mail-Server durch den Administrator angewendet wird, ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Es gibt am Markt kleinere E-Mail-Server, die auf eine Datenbank komplett verzichten und alle Nachrichten direkt im Dateisystem ablegen. Das hört sich zwar zunächst ein wenig altmodisch an, hat aber für die Sicherung und die Wiederherstellung große Vorteile: Eine spezielle Software für Backup- und Restore-Aufgaben muss überhaupt nicht eingesetzt werden. Selbst ein kleiner Copy-Skript-Job ist dann in der Lage, die E-Mail-Nachrichten zu sichern.

Eine Archivierung der E-Mail findet häufig sowohl auf dem Client-Computer als auch auf der Seite des Servers statt: Während es auf dem Client die eigenen Nachrichten sind, die gesichert werden, speichert der Server in der Regel alle ein- und ausgegangenen Nachrichten.
Eine Archivierung der E-Mail findet häufig sowohl auf dem Client-Computer als auch auf der Seite des Servers statt: Während es auf dem Client die eigenen Nachrichten sind, die gesichert werden, speichert der Server in der Regel alle ein- und ausgegangenen Nachrichten.

Große E-Mail-Server wie auch Microsoft Exchange verwenden eine eigene Datenbank. Der Administrator kann somit nicht mehr die einzelnen Nachrichtendateien sichern, sondern muss, wie bei anderen Backup-Strategien auch, zunächst einmal die komplette Datenbank sichern. Danach kann er in einem Wochenturnus mit inkrementellen Sicherungen pro Tag sicherstellen, dass sein Backup auf dem aktuellen Stand bleibt.

Die meisten Administratoren werden bestätigen, dass Restore-Aufgaben heute glücklicherweise nur noch sehr selten darin bestehen, eine Komplettwiederherstellung eines E-Mail-Servers auszuführen. Die beiden Klassiker heißen aber weiterhin "Wiederherstellung einer einzelnen E-Mail, die ein Benutzer versehentlich gelöscht hat" und "Das Konto eines ausgeschiedenen Mitarbeiters wurde gelöscht und einige Zeit später bemerkt ein Kollege, dass im Fach noch wichtige Daten vorhanden waren".

In beiden Fällen wird ein E-Mail-Administrator kaum eine Wiederherstellung eines kompletten Exchange-Servers anstoßen. Für kleinere und mittlere Unternehmen sind der Aufbau und das Vorhalten einer "Recovery StorageStorage Group" für die Wiederherstellung einzelner Postfächer und Nachrichten eine leicht umzusetzende Variante. Wie ein Administrator beispielsweise eine solche "Speichergruppe für die Wiederherstellung" unter Exchange 2003 einrichten kann, wird in einem ausführlichen Artikel auf den Support-Seiten von Microsoft erläutert. Kommt es häufiger zu derlei Wiederherstellungsaufgaben, so empfiehlt sich der Einsatz von Zusatzprogrammen wie beispielsweise "Quest Recovery Manager for Exchange" oder "PowerControls" von Ontrack. Während das Quest-Programm auch in einer Version für den Lotus-Mail-Server angeboten wird, offeriert Ontrack seine PowerControls auch für den Microsoft SharePoint-Server. Alles zu Storage auf CIO.de

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