Medienwissenschaftlerin Prommer

Mehr Abgrenzung von "Schreihälsen im Netz"

15.11.2017
Die Medienwissenschaftlerin Elizabeth Prommer fordert von klassischen Medien wie Tageszeitungen, Radio und Fernsehen, sich stärker von "Schreihälsen" im Internet abzugrenzen.
Medienwissenschaftlerin Elizabeth Prommer verlangt von Journalisten mehr Professionalität.
Medienwissenschaftlerin Elizabeth Prommer verlangt von Journalisten mehr Professionalität.
Foto: Universität Rostock

"Journalisten lassen sich teilweise extrem durch Reaktionen im Netz irritieren und vermitteln dann das Gefühl, das ist "die Meinung" da draußen", sagte Prommer der Deutschen Presse-Agentur. Die Wissenschaftlerin leitet das Institut für Medienforschung an der Universität Rostock.

Nur etwa drei Prozent der Leser, Hörer oder Zuschauer würden ihre Meinung zu bestimmten Inhalten über soziale MedienMedien veröffentlichen oder per E-Mail kundtun. "Das zeigt: All das, was im Netz kommentiert, geschrien und gehetzt wird, ist nicht "die Meinung" der Allgemeinbevölkerung", erklärte Prommer. (dpa/rs) Top-Firmen der Branche Medien

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Branche: Medien

Kommentare zum Artikel

Levin

Sehen Sie, das nenne ich Zensur. Ist das nicht gegen das Grundgesetz ?

Levin

Guten Morgen, danke, dass Sie die Kommentarfunktion noch offen gehalten haben.

Sie wirft Journalisten (allen?) mangelnde Professionalität vor, ohne dies näher zu spezifizieren. Sie hetzt und schreit laut: "Hört nicht auf Schreihälse im Netz". Was bedeutet dies konkret, fordert sie die Schliessung aller Rückmeldekanäle der Menschen für die Presse ? Sie definiert ihre eigenen Schlüsselbegriffe nicht.

Glaubt sie, Journalisten seien so "extrem irritiert" = verblödet, dass sie diese Rückmeldungen nicht verstehen, einordnen und entsprechend behandeln können? Wie soll sie das auch verstehen, sie hat nie bei einer Zeitung gearbeitet, kennt also das grundlegende Handwerkszeug von Journalisten nicht.

Sie hetzt gegen jede Art der Meinungsäußerung und glaubt, die "Meinung der Allgemeinbevölkerung" zu kennen. Vielleicht sind ihr die Ergebnisse der Wahlen der letzten Jahre unbekannt ? Wenn man die Wahlen ernst nimmt, sollten sie, die Nichtwähler eingeschlossen, einen groben Überblick über die "Meinung" der Menschen hier ermöglichen.

Dies außer Acht zu lassen, nenne ich unprofessionell.

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