Finance IT


Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wird aktiv

Nach IT-Problemen wegen Kursrutsch: Banken und Börsen rüsten auf

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Aufträge kamen bei Banken und Börsen mit Verspätung an, Online-Geschäfte konnten nicht abgewickelt werden - nach den Schwierigkeiten wegen der Kursstürze in der vergangenen Woche ist nun die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) eingeschritten. Hintergrund ist eine Wohlverhaltensrichtlinie, die möglicherweise nicht eingehalten wurde. Auch die Börsen selbst wollen aktiv werden - ihre Systeme sind zum Teil 15 Jahre alt.

Xontro nennt sich das System, über das die Frankfurter Wertpapierbörse und die Stuttgarter Derivatbörse Euwax Order und HandelHandel abwickeln. Xontro hat mittlerweile 15 Jahre auf dem Buckel. Zu viel, findet auch der Geschäftsführer der baden-württembergischen Wertpapierbörse. Er will nun modernisieren. Top-Firmen der Branche Handel

Und Marc Zahn, Chef des Börsensegmentes für strukturierte Produkte an der Frankfurter Wertpapierbörse, sagte erst kürzlich gegenüber der "Financial Times Deutschland", die Übertragungskapazität der Quotierungen solle ab dem kommenden Jahr von bisher rund 50 Millionen auf mehrere hundert Millionen pro Tag gesteigert werden.

Muss sie auch. Eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) mahnt: "Aufgrund einer Wohlverhaltensrichtlinie müssen die Wertpapierdienstleistungsunternehmen Vorkehrungen treffen, um Systemausfälle und Verzögerungen möglichst gering zu halten."

Die Vorkommnisse der vergangenen Woche werden nun von der Bafin geprüft.

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