Jo Kaeser

Siemens-Chef: Jobabbau nur Vorgeschmack auf Industrie-Wandel

19.02.2018
Die Einschnitte im Kraftwerksgeschäft von Siemens sind aus Sicht von Konzernchef Joe Kaeser nur ein Vorgeschmack auf die Folgen des tiefgreifenden Wandels der Industrie.
Der Siemens-Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser befürchtet durch die fortschreitende Digitalisierung einen noch stärkeren Arbeitsplatz-Abbau als bisher.
Der Siemens-Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser befürchtet durch die fortschreitende Digitalisierung einen noch stärkeren Arbeitsplatz-Abbau als bisher.
Foto: Siemens AG

"Das, was wir bei uns heute an Struktur-Veränderungen im fossilen Energieerzeugungsumfeld bewältigen, das wird in fünf bis zehn Jahren im Vergleich zu den Auswirkungen der industriellen DigitalisierungDigitalisierung eher als Randnotiz gewertet werden müssen", sagte Kaeser der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Sicherheitskonferenz in München. SiemensSiemens gehe diese Themen vorausschauender und proaktiver als viele andere Unternehmen in Deutschland an. Top-500-Firmenprofil für Siemens Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Siemens plant in der Kraftwerks- und Antriebssparte den Abbau von weltweit 6.900 Arbeitsplätzen, den Löwenanteil davon in der unter Nachfrageschwäche und Preisdruck leidenden Kraftwerksparte. Etwa die Hälfte davon betrifft Jobs in Deutschland.

Das Unternehmen hatte auch Standortschließungen angekündigt, darunter für das Werk im sächsischen Görlitz mit rund 720 Beschäftigten. Als mögliche Lösung ist mittlerweile aber auch mit der Politik ein "Industriekonzept Oberlausitz" im Gespräch. (dpa/rs)

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