SWOT-Analyse


Analyse kombiniert harte und weiche Faktoren

Wie sich Manager die PEST zunutze machen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Ein Finanzdienstleister wägt seine Chancen auf dem türkischen Markt ab. Das sollte er nicht ohne PEST-Analyse tun. Hinter dem Kürzel verbirgt sich ein neues Strategie-Wundermittel, das die klassische SWOT-Analyse ergänzt.
Beraterin und PEST-Expertin Dagmar Recklies
Beraterin und PEST-Expertin Dagmar Recklies

Ein Finanzdienstleister für Wohnimmobilien überlegt, ob er in der Türkei Fuß fassen kann. Geht es nach Dagmar Recklies vom Berater Recklies Management Project, sollte die Führungsriege dieses Vorhaben anhand der PEST-Analyse abklopfen. Dahinter verbirgt sich eine Untersuchung nach politischen, ökonomischen, soziokulturellen und technischen Faktoren.

Das Kürzel PEST steht aber auch für eine neue Sicht auf Strategie-Werkzeuge. Indem PEST übergeordnete Faktoren auf politischer oder soziokultureller Ebene einbezieht, geht dieses Instrument weiter als die klassische SWOT-Analyse. SWOT steht für die Nabelschau auf Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eines Unternehmens.

Bei dem Beispiel des Finanzdienstleisters sollte sich das Management laut Consultant Dagmar Recklies folgende Fragen stellen:

- Politischer Aspekt: Welche Geschäftsmöglichkeiten eröffnet der Gesetzgeber für ausländische Finanzdienstleister?

- Ökonomische Faktoren: Ist dieser Markt für uns attraktiv? Welche Wettbewerber werden oder sind in der Türkei aktiv? In welchem Umfang und auf welchem Weg?

- Soziokulturelle Fragen: Akzeptieren türkische Kunden ausländische Finanzdienstleister?

- Technologie: Wie hoch ist das technologische Niveau der Branche?

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