CIOs stellen ihrer eigenen Arbeit schlechte Noten aus

Die Belegschaft blockiert Flexibilität in der IT

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Was die technologische Seite betrifft, wird dem Management der Unternehmensanwendungen mehr Bedeutung zugesprochen als Support und Infrastruktur-Management. Gleichzeitig sehen CIOs gerade in diesem Punkt aber die stärksten Defizite in ihrer alltäglichen Arbeit.

Deutlich ist auch die Position der CIOs in einer anderen Frage: Am Gelde hängt es nicht. Rund die Hälfte der Befragten behauptet sogar, dass Kürzungen ihres Budgets keinen Einfluss auf die Flexibilität der IT haben. Dazu Kestutis Ivinskis, Capgemini Principal Deutschland und Schweiz: "Das zeigt auch hier, dass es nicht um die Ressourcen geht, sondern viel mehr um den Willen zu Veränderungen."

Beim Thema OutsourcingOutsourcing sind sich die CIOs nicht einig. Die Einschätzungen gehen nach Branche wie nach Region auseinander. So halten die Studienteilnehmer aus West-Europa das Auslagern von Teilen der IT für ein probates Mittel zu mehr Flexibilität. In der Gesamtbetrachtung gilt das allerdings nur für ein Drittel aller befragten CIOs - wobei die Unternehmen, die outsourcen, positive Bilanzen ziehen. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Den Blick nach außen richten

Wollen die IT-Entscheider aus ihrer derzeitigen Krise heraus, so raten die Analysten zunächst zum Blick nach außen: Was verlangen die Kunden? Was bietet der Wettbewerb?

Danach sollte sich der Blick nach innen auf die Mitarbeiter richten. Da die Effizienz der IT stärker von ihnen als beispielsweise vom Budget abhängt, rücken unbequeme Wahrheiten in den Fokus. Leben die Chefs eine gute Firmenkultur vor? Müssen Posten anders besetzt, Arbeitsprozesse umstrukturiert werden?

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