Digital-Strategie

4 große IT-Trends bestimmen 2019



Stefan Ried ist IoT Practice Lead & Principal Analyst bei Crisp Research.

4. Technologie

4.1 Weg von Allzweck-Hardware: Der multi-purpose ServerServer, der für fast alle Workloads passt und die Rechenzentren der letzten 20 Jahre bestimmt hat, wird eher zur Ausnahme. Der on-premises Server-Markt stagniert fast vollständig. Cloud-Server, besonders bei den Hyperscalern, aber auch zunehmend bei lokalen Dienstleistern, werden speziell für bestimmte Software Algorithmen gebaut. Hier kommen nicht nur eigens entwickelte Mainboards sondern auch spezielle CPUs zum Einsatz (GPU, TPU, FPGA, Quanten-CPUs). Alles zu Server auf CIO.de

4.2 Software Plattformen kommodisieren: Die Funktionalität wird vergleichbarer, der Preis geht runter und letztlich hat die Verfügbarkeit des Dienstes bei einem Cloud-Provider mehr Einfluss auf die Auswahl einer Software Plattform, als die innovativen Details. Damit werden Plattformen für IoT, Machine LearningMachine Learning, AI auch für mittelständische Unternehmen in Deutschland erschwinglich. Alles zu Machine Learning auf CIO.de

4.3 Business-as-Code kommt in Unternehmen. Nach dem Infrastructure-as-Code Trend, bei dem Entwickler mit hoch-elastischer Infrastruktur sehr dynamisch umgehen, richtet sich Business-as-Code an die nicht programmierenden Menschen. Genauso wie vor 20 Jahren einfache Makros in Microsoft's Excel einer großen Zahl von Betriebswirtschaftlern den Gang zur IT ersparten, kommt 2019 eine neue Welle von Low-Code oder sogar No-Code Ansätzen auf Unternehmen zu. Im Extremfall erzeugt eine Business Regel in menschlicher Sprache die Ausführung eines generierten Programmcodes auf einer Serverless Umgebung (Function-Computing Dienst).

Genauso wie mit Sprachassistenten im Consumer-Bereich, wird 2019 beispielsweise ein Einkäufer in einem Unternehmen dem Business-as-Code System sagen können "Kaufe täglich zehn Tonne Lithium wenn die Zahl der bestellten Elektroautos 500 Stück überschreitet". Eventuell werden weitere Fragen gestellt, die dann automatisch in dem Deployment eines generierten Programms enden. Alles, ohne dass die Business-Person überhaupt mit der IT interagieren muss.

4.4 Skill-Verfügbarkeit bleibt kritisch: Ganz im Gegensatz zu den Business-as-Code Ansätzen für Nicht-Techniker, fordert die Programmierung und Systemarchitektur auf den modernen Plattform Stacks immer mehr Wissen. Die Erstellung digitaler Produkte benötigt zwar weniger Zeit, aber verlangt tiefe und komplexe Plattform Kenntnisse in einem schnellen Technologie-Umfeld.

4.5 Chief Reliability Officer: Klassische Enterprise Reliability Konzepte mit hochverfügbaren Server und Software Plattformen, mit einer Trennung von der Software Entwicklung, versagt bei Cloud Native Apps vollkommen. Der nahtlose Übergang von Development zu Operations (DevOpsDevOps) wird durch seine spezielle Ausprägung des Site Reliability Engineerings nach dem Vorbild des Google Operations-Konzept auch in Deutschland populär. Die ersten Unternehmen stellen anstelle eines CIOs einen Chief Reliability Officer ein. Alles zu DevOps auf CIO.de

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