CIO des Jahres


CIO des Jahres 2021 – Großunternehmen – Platz 3

CIO von Lufthansa Cargo setzt auf Eigenentwicklung in der Cloud

Jens Dose ist Redakteur des CIO Magazins. Neben den Kernthemen rund um CIOs und ihre Projekte beschäftigt er sich auch mit der Rolle des CISO und dessen Aufgabengebiet.
CIO Jochen Göttelmann entschied sich gegen Standardsysteme und setzt auf eigenentwickelte Anwendungen in der Cloud. So verbessert er Vertriebsprozesse bei der Lufthansa Cargo und senkt IT-Kosten.
Jochen Göttelmann, CIO der Lufthansa Cargo, gewinnt beim CIO des Jahres 2021 den dritten Platz in der Kategorie Großunternehmen.
Jochen Göttelmann, CIO der Lufthansa Cargo, gewinnt beim CIO des Jahres 2021 den dritten Platz in der Kategorie Großunternehmen.
Foto: Lufthansa Cargo

In der LogistikLogistik sorgen komplexe Lieferketten und begrenzte Budgets dafür, dass neue IT-Standards und -Lösungen oft nur schleppend eingeführt werden. Viele Vorgänge sind noch manuell und papierbasiert. Die Lufthansa CargoLufthansa Cargo wollte das ändern und vor allem seine Vertriebs-IT kundenorientierter gestalten. Top-500-Firmenprofil für Lufthansa Cargo Top-Firmen der Branche Transport

Da Standardsoftware keine ausreichende Differenzierungsmöglichkeit bot, entschied sich das Team um CIO Jochen Göttelmann für einen anderen Kurs: eine neue Buchungsplattform sollte komplett im eigenen Haus entwickelt werden. "Für uns ist die eigene Booking Engine ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um schneller als unser Wettbewerb hundertprozentige Online-Buchbarkeit aller Produkte und Services zu bieten, anschlussfähig an unsere Kunden und Partner zu sein, und die interne Effizienz unserer Vertriebsprozesse zu steigern," begründet der Manager die Entscheidung.

Grundlage für den digitalen Vertrieb

Für das Projekt schuf Göttelmann zunächst die Rahmenbedingungen: Alle Stakeholder samt Vorstand sagten ihre Unterstützung zu. Die ITler nutzen für die cloud-native Entwicklung eine Plattform in Microsofts Azure-Cloud. In vier Teams mit zeitweise 60 bis 80 Mitgliedern entwickelten sie die neue Lösung mithilfe agiler Methoden und nutzten dazu das Scrum-Framework. Module und Services gingen schrittweise live, während der Legacy-Code überarbeitet wurde. Über einen DevOps-Ansatz konnte die IT Probleme im Betrieb früh adressieren und beheben. Programm-Code wurde nach dem Security-by-Design-Prinzip automatisiert überprüft.

"Agiles Vorgehen lebt noch mehr als der klassische Wasserfall von einer hohen persönlichen Interaktion aller Beteiligten, was sich im Homeoffice oft nur schwer realisieren lässt," so Jochen Göttelmann, Platz 3 beim CIO des Jahres 2021 (Kategorie Großunternehmen).
"Agiles Vorgehen lebt noch mehr als der klassische Wasserfall von einer hohen persönlichen Interaktion aller Beteiligten, was sich im Homeoffice oft nur schwer realisieren lässt," so Jochen Göttelmann, Platz 3 beim CIO des Jahres 2021 (Kategorie Großunternehmen).
Foto: Lufthansa Cargo

Mit dem Projekt hat das Unternehmen die Grundlage für die DigitalisierungDigitalisierung des Vertriebsprozesses gelegt. Kunden können die Services von Lufthansa Cargo nun digital in einem Multi-Kanal-Ansatz über verschiedene Wege buchen. Zudem digitalisierte die IT die Preisgestaltung, löste das veraltete Siebel-CRM durch MicrosoftMicrosoft Dynamics ab und schaffte mit eFreight papierlose Kundenschnittstellen für Frachtdokumente. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

Die neuen Systeme laufen stabiler, kosten weniger im Betrieb und verhindern Umsatzausfälle durch verlorene Buchungen. Das Online-Buchungsportal macht es Kunden einfacher, komplexe Aufträge abzuschließen. Frachtdokumente werden schon beim Abschluss automatisch geprüft, Verspätungen bei der Anlieferung vermieden. Zudem können Kunden durch das neue CRMCRM individueller betreut werden. (kf/rs) Alles zu CRM auf CIO.de

Das sagt die Jury:

"Sehr konsequentes Ausrichten an modernen Technologien und Themen sowie Modernisieren der Anwendungslandschaft."

Zur Startseite