Retail IT


Category und Supply Chain Management

Bünting zentralisiert SCM

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Im Rahmen der Zentralisierung seines Supply-Chain-Managements führt das Handelsunternehmen Bünting ein neue Category- und Supply-Chain-Software ein.
Den Bestand immer im Blick: Molkereiprodukte bei Bünting.
Den Bestand immer im Blick: Molkereiprodukte bei Bünting.
Foto: Bünting

Im Rahmen der Zentralisierung seines Supply-Chain-ManagementsSupply-Chain-Managements führt das Handelsunternehmen Bünting das Category- und Supply-Chain-Software von Relex Solutions ein. Der Bestand der bisherigen Anwendungen wurde reduziert, ihre Verfügbarkeit gesteigert und das Sortiment auf Kategorie-Ebene filialspezifisch optimiert. Alles zu Supply Chain auf CIO.de

Die Familienunternehmen Bünting AG mit Sitz in Leer in Ostfriesland beschäftigt mehr als 14.000 Mitarbeiter und besitzt acht Vertriebsgesellschaften: Combi, Famila, Markant Nordwest, Jibi, Minipreis, Telepoint, Bünting Großhandel + Service und Bünting E-Commerce. Der breiten Öffentlichkeit ist Bünting aber vor allem durch das Teehandelshaus Bünting bekannt.

Zentralisierung der Supply Chain

Zurzeit zentralisiert das Unternehmen die Struktur seiner Supply-Chain-Planung und -Prozesse. Zuvor nutzte der Händler ein dezentrales Warenwirtschaftssystem, das aber nur eine manuelle Disposition erlaubte und konnte Artikel lediglich starr parametrisieren. Zudem berücksichtigte es nicht saisonalen Schwankungen, Preiselastizitäten oder Wetterdaten.

Die neue Lösung sollte flexibel und von Bünting eigenständig anpassbar sein. Zur Weiterentwicklung sollte kein externer Support nötig sein. Zudem war es dem Unternehmen wichtig, die errechneten Prognosen und Bestellvorschläge transparent nachzuvollziehen. Bünting entschied sich für die Supply-Chain-Lösung des Wiesbadener Herstellers Relex Solutions.

"Artikel sind lebendig"

"Man kann Artikel nicht starr bewerten, sie sind lebendig. Diese Lebendigkeit konnten wir vorher weder abbilden noch prognostizieren, und sie wurde auch nicht automatisch verarbeitet", sagte Helge-Christian Eilers von Bünting.

Nun seien die Abverkaufsdaten einfach einlesbar. Dank einer nutzerfreundlichen Oberfläche könne man die Bestandsentwicklung auf einen Blick nachvollziehen. Ein weiterer Vorteil sei die Möglichkeit, Bestellvorschläge selbst bearbeiten zu können, um sie ad hoc an lokale Events anzupassen.

Out of Stock um 7,3 Prozent runter

Im April 2017 begann die Pilotphase. Inzwischen sind 25 Filialen und 24.000 Artikel in das System eingepflegt. Mit der neuen Software habe Bünting in den Pilotmärkten während der Weihnachtszeit die Out-of-Stocks um 7,3 Prozent gesenkt, dabei gleichzeitig den Bestand um 17,1 Prozent verringert und den Verderb um 24 Prozent reduziert.

Bünting | Supply Chain Management

Branche: LebensmitteleinzelhandelLebensmitteleinzelhandel
Zeitrahmen: Go-Live im April 2017 mit 25 Combi, Famila und Jibi-Märkten im Frischesortiment, seitdem Rollout auf alle Märkte und das gesamte Sortiment (inkl. Trocken- und Tiefkühlware)
Mitarbeiter: 8 auf Relex-Seite, 20 auf Bünting-Seite
Produkte: Integrierte Supply-Chain- und Category-Management-Software
Dienstleister: Relex Solutions
Einsatzort: Deutschland, in allen Supermärkten der Bünting AG
Internet: www.buenting.de Top-Firmen der Branche Handel

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