Schwedischer Netzwerkausrüster

Ericsson schreibt 14,2 Milliarden Kronen ab

16.01.2018
Der kriselnde Netzwerkausrüster Ericsson muss im Zusammenhang mit seiner neuen Unternehmensstruktur Milliarden abschreiben.
Ericsson will seine Bilanz für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2017 am 31. Januar vorlegen.
Ericsson will seine Bilanz für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2017 am 31. Januar vorlegen.
Foto: Roland Magnusson - shutterstock.com

Insgesamt fielen Abschreibungen in Höhe von 14,2 Milliarden schwedische Kronen (1,44 Mrd Euro) an, teilte Ericsson am Dienstag in Stockholm mit. Das Unternehmen begründete dies vor allem mit Investitionen, die vor zehn Jahren oder mehr getätigt wurden, die nun aber nur noch begrenzt wichtig für die Zukunft des Konzerns seien.

Seit geraumer Zeit hat Ericsson Mühe, mit seinen Produkten bei den Kunden aus der Telekombranche zu landen. Netzbetreiber investieren derzeit etwa weniger in neue Mobilfunksendestationen. Der Ausbau des schnellen Mobilfunkstandards LTE/4G ist in vielen Weltregionen fortgeschritten, die künftige Technik 5G befindet sich noch Jahre in der Entwicklung.

Weitere Belastungen aus den USA

Neben den Abschreibungen kommen noch Belastungen aus der Steuerreform in den USA hinzu. Diese dürften nach Konzernangaben bei ungefähr einer Milliarde Kronen liegen. Die Abschreibungen und die US-Steuerreform sollten zwar das Nettoergebnis im vierten Quartal 2017 belasten, sich aber nicht auf die liquiden Mittel des Unternehmens auswirken, hieß es weiter.

Am Finanzmarkt wurden die Nachrichten verhalten aufgenommen. Für den Kurs der Ericsson-B-Aktie ging es am Vormittag in Stockholm um 0,64 Prozent nach unten. (dpa/rs)

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