Strategien


Internet-Nutzung

Jeder dritte Deutsche ein digitaler Außenseiter

Christiane Pütter ist Journalistin aus München.

3. Berufsnutzer: Zu ihnen zählt TNS Infratest neun Prozent der Bundesbürger. Sie sind meist 42 Jahre alt, das Geschlechterverhältnis ist mit 48 Prozent Frauen und 52 Prozent Männern fast ausgewogen. Sie verfügen über einfache bis mittlere Bildungsabschlüsse und verdienen etwas höher als der Durchschnitt.

4. Trendnutzer: Elf Prozent der Deutschen gelten als Trendnutzer. Ihr Altersdurchschnitt liegt bei knapp 36 Jahren. Digitale Trends ziehen vor allem Männer an - sie stellen 78 Prozent - und junge Menschen, denn der Schüleranteil ist mit dreizehn Prozent der höchste in allen Kategorien. Trendnutzer sind tendenziell gebildeter und verdienen gut.

5. Digitale Profis: Digitale Profis stellen zwölf Prozent der Deutschen. Sie sind in der Regel 36 Jahre alt. Zwei Drittel sind Männer, ein Drittel Frauen. Mit vierzig Prozent Akademikern verfügt diese Nutzer-Gruppe über eine überdurchschnittlich hohe Bildung. Auch das Einkommen liegt über dem Schnitt.

Die Digitale Avantgarde ist jung, allein und verdient schlecht

6. Digitale Avantgarde: Sie kommen zwar nur auf drei Prozent, weisen aber in die Zukunft - digitale Avantgardisten sind mit durchschnittlich knapp 31 Jahren die jüngsten Nutzer. Rund jeder Zehnte geht noch zur Schule. Sechzig Prozent sind Männer, meist mit hoher Bildung. Dennoch bleibt ihr Einkommen unter dem Bundesdurchschnitt. Auffallend in dieser Gruppe: Gut jeder Vierte (26 Prozent) ist Single.

Über diese Steckbriefe hinaus haben die Forscher nach Wissen und Einstellung rund um das Internet gefragt. Auch dabei zeigt sich die "digitale Spaltung". So lehnen Digitale Außenseiter den Satz "Ein Leben ohne Internet hätte negative Auswirkungen für mich" fast komplett ab. Trendnutzer, Digitale Profis und vor allem die Digitale Avantgarde stimmen erwartungsgemäß zu. Gelegenheitsnutzer und auch Berufsnutzer dagegen zeigen sich unentschlossen.

Zur Startseite