Jim Hagemann über die SAP-Strategie

SAP will wie Apple sein

Riem Sarsam war Redakteurin des CIO-Magazins.
Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.

SAP will eine Milliarde Nutzer. Wie soll das gehen?

Wir wollen weg von unserem traditionellen Denken. Wir denken meist an unsere Professional User, und je mehr auf einen Bildschirm passt, umso besser. Wenn wir von einer Milliarde Nutzer reden, dann müssen
Sie sich das so vorstellen: Es gibt weltweit 2,5 Milliarden Geschäftsleute, die immer leistungsfähigere Mobilgeräte nutzen. Ich sehe es bei mir selbst. Auf meinen Reisen habe ich mein BI- und CRM-System als Online-Varianten auf dem iPad immer dabei.

Der PC hat ausgedient

Was werden aus Ihrer Sicht die bevorzugten Devices sein?

Ich denke, wir werden noch in diesem Jahr zehn bis 15 schicke Pads sehen. Das wird aus meiner Sicht das bevorzugte Interface sein, nicht ein PC. Wir wollen nicht mehr sieben Minuten warten, bevor alles läuft.

Wie sieht es mit den Lizenzen aus? Die Kunden beklagen die Komplexität und Intransparenz der Preis. Das wird mit der mobilen Welt nur noch schlimmer.

Das ist ein schwieriges Thema. Wir verkaufen im Prinzip Produkte, die wir in einer Liste mit einem Preis bewerten. Nicht alle sind jedoch mit einem User-Modell zu beschreiben. Es gibt also auch andere Metriken, was die Sache kompliziert macht. Ich hätte lieber eine Art Solution-Preisliste. Das heißt zum Beispiel: Für Energy-Management braucht ein Kunde fünf Komponenten. Daraus plus Best-Practices schnüre ich ein Paket, und dafür gibt es einen Preis. Das ist genauso wie bei einem Auto. Da kaufe ich ja auch nicht die Einzelteile.

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