Quartalszahlen

Axel Springer wächst dank Online-Anzeigengeschäft

08.11.2017
Stellen- und Immobilienanzeigen im Internet treiben weiter das Geschäft bei Axel Springer an. Zuletzt stiegen sogar die Werbeumsätze mit den gedruckten Blättern. Das ist aber wohl nicht mehr als ein Zwischenhoch.
Axel Springer legt glänzende Zahlen vor.
Axel Springer legt glänzende Zahlen vor.
Foto: Axel Springer SE

Ein starkes Online-Anzeigengeschäft hat dem MedienkonzernMedienkonzern Axel Springer im dritten Quartal mehr Umsatz gebracht. Auch das operative Ergebnis legte in ähnlicher Größenordnung zu. "Wir sind in allen operativen Segmenten erneut gewachsen", stellte Vorstandschef Mathias Döpfner am Mittwoch in Berlin fest. Das im Aktienindex MDax notierte Unternehmen bestätigte seine im August angehobene wirtschaftliche Prognose für das Gesamtjahr. Top-Firmen der Branche Medien

Von Juli bis September stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent auf 859,7 Millionen Euro. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 6,9 Prozent auf 156,1 Millionen Euro zu.

Unter dem Strich sprang für die Aktionäre allerdings deutlich weniger heraus. Mit 37,2 Millionen Euro hat sich der Nettogewinn im dritten Quartal gemessen am Vorjahreszeitraum mehr als halbiert. Damals hatten sich die Aktionäre noch über 88 Millionen Euro freuen dürfen, da ein Immobilienverkauf das Ergebnis deutlich nach oben trieb.

Umsätze mit Online-Werbung steigent stark

Allein durch Werbeerlöse im Rubrikengeschäft kamen nun 254,3 Millionen Euro herein, das waren 15,4 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Dazu gehören die Job- und Immobilienportale im Internet, Stepstone und Immowelt. Aufwärts ging es auch bei der Vermarktung von Online-Werbung. In diesem Segment stieg der Umsatz um 12,7 Prozent auf 221,7 Millionen Euro.

Schleppend lief es dagegen wieder im Mediengeschäft vor allem mit den Blättern "Bild" und "Welt", das Springer in "News Media" umgetauft hat. Hier stiegen die Umsätze im dritten Quartal lediglich um 1,0 Prozent auf 369,9 Millionen Euro. Springer sieht aber auch hier einen positiven Trend vor allem dank digitaler Geschäftsmodelle im Ausland, namentlich der Nachrichten-Webseite "Business Insider".

Döpfner sagte, die im September angekündigte Aufteilung in die beiden Verlagsbereiche Digitales und Print "gilt nur für das Management". Die Redaktionen blieben nach Marken organisiert. Bei dem Umbau stehe der Aspekt Kostensenkung nicht im Vordergrund.

Die Marken "Bild" und "Welt" entwickelten sich "journalistisch und wirtschaftlich zu unsere großen Zufriedenheit", führte Döpfner aus. Im September habe der Werbeumsatz der beiden Zeitungen über dem Wert des Vorjahresmonats gelegen. Das habe es seit vielen Jahren nicht mehr gegeben. Dies sei aber "nicht Ausdruck einer Trendwende", betonte der Vorstandsvorsitzende. Die Auflagen der Tageszeitungen würden weiter zurückgehen. Für den Verlag gehe es darum, "so wenig wie möglich zu verlieren" und Marktanteile zu behaupten.

Axel SpringerAxel Springer rechnet fürs Gesamtjahr 2017 - wie schon im August - beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) mit einem Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich. Der Umsatz soll im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. (dpa/rs) Top-500-Firmenprofil für Axel Springer

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