Finance IT


Gruppe "High Roller"

Ring von Cyber-Kriminellen aufgeflogen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Eine Betrügerbande namens "High Roller", die sich auf die Finanzbranche spezialisiert hatte, ist aufgeflogen. Das meldet der IT-Sicherheitsspezialist McAfee. Je nach Schätzung sollen die Cyber-Kriminellen zwischen 60 Millionen und zwei Milliarden Euro Schaden verursacht haben.

Der US-Sicherheitsspezialist McAfee berichtet, gemeinsam mit dem Dienstleister Guardian Analytics einen Ring weltweit operierender Cyber-Gangster aufgespürt zu haben. Der "High Roller" genannte Zirkel bestehe aus mindestens einem Dutzend Gruppen, so das Unternehmen. "High Roller" habe Finanzinstitute aller Größenordnungen geschädigt. Das habe von globalen BankenBanken bis hin zu kleinen Regionalbanken gereicht. Top-Firmen der Branche Banken

Angaben zur Schadenhöhe variieren beträchtlich. Sie reichen von 60 Millionen bis zwei Milliarden Euro. In Deutschland habe die Bande 176 Konten geplündert und etwa eine Million Euro gestohlen.

McAfee stuft die Kenntnisse der Cyber-Kriminellen sowohl in puncto Schadprogramme als auch in puncto Banking als hoch ein. So seien tiefergehende Kenntnisse über Banktransaktionen nötig gewesen, um diesen Schaden anzurichten. McAfee spricht von organisierter Kriminalität.

Dabei hätten die Gangster beispielsweise Schadprogramme eingesetzt, die selbstständig Geld auf sogenannte Mule-Konten transferieren. Inhaber solcher Konten arbeiten als Geldkuriere.

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