Strategien


IT-Strategie 2.0

BMW-IT setzt auf mehr Eigenleistung

Wolfgang Herrmann ist Editorial Manager CIO Magazin bei IDG Business Media. Zuvor war er unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO und Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.

Im Jahr 2018 begann die BMW Group damit, BizDevOps-Strukturen aufzubauen. Das Kürzel steht für Business, Development und Operations und damit für eine engere Zusammenarbeit von Fachbereichen und IT. Weitere gravierende Veränderungen in der IT-Organisation brachte 2019 die Trennung von fachlicher und disziplinarischer FührungFührung. Die Konzentration auf Themen wie "DevOp Sourcing" und BizDevOps betreffe auch externe Partner, betonten Wies und Waltram in München. Von ihnen werde künftig verlangt, dass sie nicht nur die Entwicklung, sondern auch den Betrieb neuer IT-Lösungen beherrschten. Alles zu Führung auf CIO.de

Feature-Teams entwickeln Produkte

Eine wichtige Rolle beim Entwickeln neuer IT-Anwendungen und -Funktionen spielen künftig sogenannte Feature Teams. Sie bestehen aus einem Line Manager, der die fachliche Kompetenz einbringt, zwei Product Ownern (ein Tandem aus einem Business- und einem IT-Experten) sowie dem Agile Master, der auf die Methodik achtet. Um das notwendige Know-how aufzubauen, bietet BMW unter anderem dreimonatige Schulungen für Software Engineers an. Auch die Line Manager will der Konzern künftig in Sachen Softwareentwicklung schulen.

Die technische Basis für die IT-Teams bildet eine neue DevOpsPlatform, auf der BMW Technologien von Public-Cloud-Providern mit On-Premises-Komponenten verknüpft. Der Konzern erhofft sich davon eine schnellere Softwareentwicklung, eingebaute Security-Features und eine zentrale Verfügbarkeit wichtiger Softwarekomponenten über die Plattform.

Cloud-native in der BMW-IT

Die DevOpsPlatform basiert auf einem Hybrid-Cloud-Ansatz, erläuterte Marco Görgmaier, Leiter Strategische Planung und Innovation in der Group IT. BMW setze dabei stark auf quelloffene Cloud-native-Technologien wie etwa das Container-Orchestrierungssystem Kubernetes.

Bislang spielten in der BMW-IT Private-Cloud-Plattformen, beispielsweise auf Basis von Red Hat Open-Shift, eine wichtige Rolle. Laut Görgmaier soll sich der Schwerpunkt künftig auf Public-Cloud-Ressourcen ver­lagern, die vor allem von AmazonAmazon Web Services (AWS), MicrosoftMicrosoft und zunehmend auch von GoogleGoogle bereitgestellt würden. Alles zu Amazon auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

BMW wolle sich nicht von einem Anbieter abhängig machen, so der Manager, und fahre deshalb eine Multi-Cloud-Strategie. Ziel sei es, die unterschiedlich ausgeprägten Stärken der Cloud-Hyperscaler zu nutzen. So setze man etwa beim Thema Daten stärker auf AWS, in Sachen IoT nutze man eher das Azure-Portfolio von Microsoft. Technisch laute die Devise "Microservices und APIs first". BMW habe dazu eine eigene API-Management-Plattform entwickelt.

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