Anwender ohne Notfallplan

Sicherheitsstandards für Mobil-IT fehlen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Frage Sicherheitsstandards für mobile Endgeräte - Anwenderfirmen im Kontrast zu ITK-Unternehmen laut Bitkom-Umfrage
Frage Sicherheitsstandards für mobile Endgeräte - Anwenderfirmen im Kontrast zu ITK-Unternehmen laut Bitkom-Umfrage
Foto: Bitkom

Das Thema Datenschutz verantwortet in 42 Prozent der KMUs ebenfalls die Geschäftsleitung. Bei 33 Prozent der kleinen Firmen haben die Bereichsleiter den Hut auf und bei 25 Prozent die Fachbereiche. Anders in den großen Unternehmen: Hier gehört der Datenschutz zu je 45 Prozent in die Bereichs- und die Fachleitung. Die Geschäftsleitung kümmert sich in zehn Prozent der Unternehmen darum.

Der Bitkom hat gefragt, ob die Unternehmen Notfallpläne für IT-Sicherheitsvorfälle entwickelt haben. Hier zeigt sich die Diskrepanz zwischen ITK- und Anwenderfirmen. In Zahlen: Eine satte Mehrheit von 95 Prozent der ITK-Firmen verfügen über einen solchen Notfallplan - aber nur 46 Prozent der Anwenderunternehmen.

Auch bei der Sicherheit mobiler Endgeräte hinken die Anwenderfirmen hinterher. 75 Prozent der ITK-Unternehmen legen spezielle Sicherheitsstandards für mobile Handhelds fest. Unter den Anwendern sind es nur 56 Prozent.

Angriffe auf die IT-Systeme gelten als reale Gefahr

Dies vor dem Hintergrund, dass 57 Prozent aller Unternehmen - unabhängig von Branche und Größe - Angriffe auf ihre IT-Systeme für eine "reale Gefahr" halten. 39 Prozent fühlen sich nicht gefährdet, der Rest ist in dieser Frage unschlüssig.

Gleichzeitig gibt eine knappe Mehrheit von 56 Prozent an, noch nie einen Angriff auf die Systeme oder einen anderen IT-Sicherheitsvorfall erlebt zu haben. Immerhin jeder vierte Befragte (25 Prozent) wurde ein bis fünf Mal attackiert, jeder Zwölfte (acht Prozent) sechs bis zehn Mal. Eine Minderheit von sechs Prozent erlebte noch mehr Angriffe.

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