Strategien


Internet of Things bei Google, SAP, Bosch, Amazon, Telekom oder Siemens

IoT-Produkte und -Strategien der Hersteller

Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE, CIO und CSO sowie Chefredakteur der europäischen B2B-Marken von IDG. Er kümmert sich um die inhaltliche Ausrichtung der Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. 
Der Diplom-Physiker Oliver Schonschek ist freier IT-Fachjournalist und IT-Analyst in Bad Ems.

IoT-Strategie von Microsoft

Wenn Tech Mahindra gefragt wird, warum man sein IoT-Projekt mit dem Unternehmen aus Redmond machen sollte, verweist der Anbieter auf sein IoT-Portfolio, die für IoT-Projekte so wichtige Offenheit der Lösungen, den Support und das klare Commitment zu IoT. Tatsächlich hat Microsoft einiges im IoT-Umfeld zu bieten.

Windows 10 IoT Core fungiert als mögliches Betriebssystem für industrielle Geräte. Das Beispiel zeigt ein Roboter-Kit.
Windows 10 IoT Core fungiert als mögliches Betriebssystem für industrielle Geräte. Das Beispiel zeigt ein Roboter-Kit.
Foto: Microsoft

Ein wichtiger Baustein der Microsoft IoT-Strategie auf Client-Seite ist Windows 10 IoT Core als Betriebssystem für Industrie-Geräte wie Geldautomaten, POS-Handhelds oder Industrieroboter. Das IoT-Betriebssystem wurde optimiert für Systeme, die ohne Display auskommen und läuft auf Raspberry Pi 2 und 3, Arrow DragonBoard 410c, Intel Joule, Intel Compute Stick und MinnowBoard MAX.

Der zweite wichtige Baustein der Microsoft-Strategie ist die "Azure IoT Suite", ein Set an Cloud-basierten Anwendungen, mit denen sich IoT-Sensordaten monitoren, analysieren und für Vorhersagen aufbereiten lassen. Microsoft bietet dafür eine Reihe von Services an, darunter Azure IoT Hub eine für die Gebäude-Automation konzipierte IoT-Lösung an. Das Gateway kann laut DellDell auch unter extremen Umgebungsbedingungen betrieben werden. In Kombination mit Dells Analyse-Software steht Unternehmen mit dem Edge Gateway eine Edge-Computing-Lösung zur Verfügung. Alles zu Dell auf CIO.de

Die Azure IoT Suite wurde in den letzten Monaten um neue Funktionen erweitert, die die Anbindung, das Management und die Sicherheit von IoT-Geräten verbessern sollen: Azure IoT Gateway SDK (für die Integration weiterer Geräte und Services), Azure IoT Hub Device Management (Gerätemanagement) und Azure IoT Hub IP Filter (Zugriffsschutz-Funktionen).

Zu den Funktionen einer IoT-Plattform wie Microsoft Azure IoT Suite gehören auch Security-Funktionen, um zum Beispiel unerlaubte Zugriffe auf Geräte und von Geräten zu verhindern. Das Bild zeigt den Azure IoT Hub IP Filter.
Zu den Funktionen einer IoT-Plattform wie Microsoft Azure IoT Suite gehören auch Security-Funktionen, um zum Beispiel unerlaubte Zugriffe auf Geräte und von Geräten zu verhindern. Das Bild zeigt den Azure IoT Hub IP Filter.
Foto: Microsoft

Für die Erweiterbarkeit der Microsoft IoT-Plattformlösung sorgen zertifizierte Lösungen Dritter aus dem Partnernetzwerk. Es gibt einen Azure Certified for IoT-Gerätekatalog mit mehr als 175 Geräten von rund 100 Partnern, die für den Einsatz mit der Azure IoT Suite getestet und zertifiziert sind.

Die Microsoft IoT-Dienste sind inzwischen auch aus deutschen Rechenzentren verfügbar (Microsoft Cloud Deutschland). Deutschland erfährt weitere Aufmerksamkeit im IoT-Geschäft von Microsoft: Microsoft errichtet nach Redmond, USA und Shenzhen, China ein weiteres IoT & AI Insider Lab in München.

Microsoft kann bereits mehrere Branchen-IoT-Lösungen vorweisen, Siemens zum Beispiel bringt das IoT-Ecosystem MindSphere auf der Microsoft Cloud-Plattform Azure. Einen Schwerpunkt in der IoT-Entwicklung bei Microsoft spielen die Entwicklungen rund um Connected Cars, wie die Microsoft Connected Vehicle Platform zeigt.

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